16 Oktober 2013 - 20:30
Beide Seiten bezeichnen Genfer Atomverhandlungen als positiv - Nächstes Treffen Anfang November

Die Atomverhandlungen zwischen der G5+1 und Iran in Genf sind von beiden Seiten positiv bewertet worden.

Die Atomverhandlungen zwischen der G5+1 und Iran in Genf sind von beiden Seiten positiv bewertet worden. Die EU-Außenbeauftragte und Verhandlungsführerin Cathrine Ashton sagte am Mittwoch nach dem Ende der zweitägigen Beratungen der fünf UNO-Vetomächte und Deutschlands in Genf, dass für den 7. und 8. November ein weiteres Treffen vereinbart worden sei. Vorher sei eine Zusammenkunft von Nuklearexperten, Wissenschaftlern und Fachleuten zu den Sanktionen gegen Iran geplant, sagte Ashton. Sie würdigte die von Teheran präsentierten Vorschläge als wichtigen Beitrag, den man sorgfältig prüfen werde. Das Treffen in Genf sei sehr intensiv und bedeutend gewesen, sagte die EU-Chefdiplomatin.Der iranische Außenminister Mohammad Dschawad Zarif meinte, alle Teilnehmer der Verhandlungen hätten den nötigen politischen Willen erkennen lassen, zu Fortschritten zu kommen und eine Lösung zu finden. „Es wurden produktive Verhandlungen geführt und wir haben unseren neuen Plan für eine mögliche Lösung vorgestellt, wir müssen aber noch eine Einigung zu unserem Diskussionsgegenstand erreichen“, fügte er hinzu. "Eine endgültige Einigung konnten wir auch nicht ernsthaft erwarten, da das angesammelte Misstrauen der letzten Jahre nicht in einer einzigen Verhandlungsrunde ausgeräumt werden konnte", sagte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Zarif. "Doch wir hoffen, dass dies der Beginn einer neuen Phase in unseren Beziehungen ist", sagte er.Das Misstrauen beider Seiten sollte abgebaut und mit Vernunft und gegenseitigem Respekt ersetzt werden.„Wir sind bereit, die Verhandlungen in dem bereits konzipierten Rahmen zu führen“, sagte er und betonte, dass Iran nicht auf sein unveräußerliches Recht auf die Urananreicherung verzichten werde. Die Delegation aus Teheran hatte am Dienstag einen konkreten Dreistufenplan zur Lösung des Konflikts vorgelegt, der von US- und EU-Diplomaten als vielversprechende Grundlage gewürdigt wurde. Über die genauen Inhalte wurde Stillschweigen vereinbart.